KI-Masterclass: Meeting-Einladungen mit Agenda & Zielsetzung prägnant vorformulieren
1) Einstieg: Das reale Problem
Du kennst das: Ein Meeting wird „mal eben“ eingestellt – Betreff: „Abstimmung“, Beschreibung: leer. Dann sitzen 6 Leute 45 Minuten zusammen, jeder mit einer anderen Erwartung. Ergebnis: viel Gespräch, wenig Entscheidung.
Der Schmerz ist nicht das Meeting.
Der Schmerz ist: fehlende Zielsetzung, fehlende Agenda – und damit fehlende Verbindlichkeit.
2) Warum das Problem bleibt
Typische Gründe, warum sich das nicht von allein löst:
- „Ich schreibe später noch was rein.“ Passiert selten – und wenn, dann zu spät.
- Tool-Overload: Kalender, Teams/Zoom, Tickets, Docs – aber kein Standard, was in die Einladung muss.
- Unklare Meeting-Arten: Status? Workshop? Entscheidung? Review? Alles heißt „Sync“.
- Kein gemeinsamer Qualitätsmaßstab: Niemand hat definiert, was „gute Einladung“ bedeutet.
3) Die konkrete Lösung: Das 3x3-Invite-Framework
Damit Einladungen automatisch besser werden, brauchst du ein Mini-Framework, das immer passt:
Die 3 Muss-Felder (Ziel-Klarheit):
- Ziel (Outcome): Was ist am Ende anders? Entscheidung? Plan? Freigabe?
- Kontext (1–3 Sätze): Warum treffen wir uns – was ist der Hintergrund?
- Vorbereitung: Was muss vorher gelesen/mitgebracht werden (inkl. Link)?
Die 3 Agenda-Blöcke (Zeit-Klarheit):
- Check-in (5 min): Status, Rahmen, Ziel bestätigen
- Arbeitsphase (X min): Diskussion / Optionen / Analyse
- Abschluss (5–10 min): Entscheidung, nächste Schritte, Owner, Deadline
Die 3 Rollen (Verantwortung):
- Owner: lädt ein, sorgt für Outcome
- Facilitator: führt durch Agenda (kann Owner sein)
- Decider: wer entscheidet (sonst wird’s ein Labermeeting)
Ergebnis: Jede Einladung beantwortet automatisch: Wozu? Womit? Wie? Wer?
4) Praxisbeispiel: Mittelständischer Vertrieb + Marketing
Vorher (typisch):
Betreff: „Q2 Kampagne Abstimmung“
Text: –
Outcome: unklar, Diskussion dreht Kreise, nächste Schritte fehlen.
Nachher (mit Standard + KI):
Betreff: „Entscheidung: Q2 Kampagne – Kanal-Mix & Budget (30 min)“
Ziel: Budgetfreigabe + Kanal-Mix finalisieren
Kontext: Leads in Q1 -12%, zwei Kampagnenoptionen liegen vor
Vorbereitung: 2-min Doc lesen (Link), 1 Frage beantworten: Option A oder B?
Agenda:
- 0–5: Ziel + Entscheidungsrahmen
- 5–20: Option A/B – Risiken, Ressourcen
- 20–30: Entscheidung + To-dos (Owner, Deadline)
Transformation:
„Wir besprechen mal“ → Wir entscheiden
„Alle reden“ → Rollen & Verantwortliche
„Nach dem Meeting weiß keiner was“ → Konkrete Next Steps
5) Sofort umsetzbare Schritte (heute startklar)
- Lege 3 Meeting-Typen fest (z. B. Entscheidung / Workshop / Status)
- Erstelle eine Einladungsvorlage als Textbaustein (für Outlook/Google/Teams)
- Definiere eine Minimalregel: Keine Einladung ohne Ziel + Agenda + Vorbereitung
- Starte mit einem Pilot-Team (z. B. Vertrieb oder Projektmanagement)
- Nutze KI für das Drafting:
- Input: Meeting-Typ, Thema, gewünschtes Outcome, Teilnehmer, Dauer
- Output: Betreff + Ziel + Agenda + Vorbereitung + Rollen
Mini-Prompt (kopierbar):
„Formuliere eine Meeting-Einladung (Deutsch, Du-Form intern) für:
Meeting-Typ: ___ | Thema: ___ | Outcome: ___ | Dauer: ___ | Teilnehmer: ___ | Kontext: ___ | Vorab-Link: ___
Erstelle: Betreff + Ziel (1 Satz) + Kontext (2 Sätze) + Agenda mit Zeiten + Vorbereitung + Rollen.“
Ein Beispiel
Formuliere eine Meeting-Einladung (Deutsch, Du-Form intern) für:
Meeting-Typ: Status Meeting | Thema: Status Meeting Projekt Alpha | Outcome: Abstimmung Projektstatus | Dauer: 30 Minuten | Teilnehmer: Hans Peter, Nicole Meier | Kontext: Projektstatus Solarprojekt | Vorab-Link: https://link-zum-projekt.de
Erstelle: Betreff + Ziel (1 Satz) + Kontext (2 Sätze) + Agenda mit Zeiten + Vorbereitung + Rollen.
Und hier das Ergebnis mit Gemini:
Betreff: Status-Update: Projekt Alpha (Solarprojekt) ☀️
Ziel des Meetings
Wir stimmen uns gemeinsam zum aktuellen Projektfortschritt ab und bringen alle Beteiligten auf denselben Stand.
Kontext
Da wir uns beim Solarprojekt Alpha gerade in einer entscheidenden Phase befinden, müssen wir sicherstellen, dass alle Zeitpläne und Ressourcen weiterhin ineinandergreifen. In diesem kurzen Check-in identifizieren wir mögliche Bottlenecks und klären offene Fragen direkt.
Agenda (30 Min.)
- 00–05 Min: Begrüßung & kurzer Überblick
- 05–20 Min: Status der Workstreams & aktuelle Highlights
- 20–25 Min: Blockaden, Risiken & kritische Themen
- 25–30 Min: Festlegung der nächsten Schritte & Wrap-up
Vorbereitung
Bitte wirf vorab einen Blick in das Projekt-Dashboard und bringe kurze Updates zu deinen Themen mit: https://link-zum-projekt.de
Rollen
- Moderation: [Dein Name]
- Teilnehmer: Hans Peter, Nicole Meier
Und ein Beispiel mit ChatGPT
Hallo Hans Peter, hallo Nicole,
Ziel: Wir gleichen den aktuellen Projektstatus von Projekt Alpha (Solarprojekt) ab und stimmen die nächsten Schritte inkl. Blocker ab.
Kontext: In den letzten Tagen gab es mehrere Abhängigkeiten (Zeitplan/Umsetzung), die wir kurz synchronisieren sollten. Damit wir sauber weiterarbeiten können, bringen wir alle auf denselben Stand und klären Verantwortlichkeiten.
Vorab-Link: https://link-zum-projekt.de
Agenda (30 Minuten)
- 00:00–03:00 | Check-in & Zielbild (kurz: Was muss am Ende klar sein?)
- 03:00–12:00 | Status je Workstream (Fortschritt, offene Punkte)
- 12:00–20:00 | Risiken & Blocker (inkl. Entscheidungen, die wir brauchen)
- 20:00–27:00 | Nächste Schritte (To-dos, Owner, Termine)
- 27:00–30:00 | Recap & Commitments
Vorbereitung (5 Minuten)
- Bitte werft vorab einen Blick in den Link und bringt 1–2 Punkte mit:
- größter Fortschritt seit dem letzten Stand
- größter Blocker / offene Entscheidung
Rollen
- Moderation/Timeboxing: Lars-Thorsten
- Status-Updates & Entscheidungen: Hans Peter, Nicole Meier
- Protokoll/Action Items: Lars-Thorsten (wenn ihr mögt, können wir rotieren)
6) Strategische Einordnung
Wenn du das nicht machst, passiert etwas Spannendes: Meetings werden zum Standard-Kommunikationskanal statt zum Entscheidungsinstrument.
In Unternehmen mit KI-Reife sieht man das Gegenteil:
- Weniger Meetings, aber schärfere Meetings
- Mehr Entscheidungen pro Zeiteinheit
- Klarere Ownership → weniger Nacharbeit
- Bessere Dokumentation (Einladung = Mini-Protokoll im Voraus)
Das wird zum Wettbewerbsvorteil, weil Geschwindigkeit nicht aus „mehr Arbeit“ entsteht, sondern aus klarer Koordination.
7) Tipp
🚀 Nächster Schritt
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