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Schneller, kürzer, besser! - Interne Kommunikation im Digitalzeitalter

Lars-Thorsten Sudmann
05.02.2020 18:45:00

Interne Kommunikation muss den veränderten Kommunikationsstil der Digital Natives berücksichtigen. Sie benötigt kurze und knackige Informationen und die Möglichkeit zur individuellen Beteiligung.

 

  • Die Kommunikationsgewohnheiten der Generationen Y und Z verlangen nach kurzen, prägnanten Informationen. Ideal ist, komplexe Zusammenhänge per Video darzustellen.
  • Intranets ersetzen heute Mitarbeiterzeitschriften und Schwarze Bretter. Die interne Kommunikation wird genauso mobil wie die Teammitglieder.
  • Damit Intranets sich mit Leben füllen, benötigen sie eine breite Beteiligung. Mitarbeiter müssen barrierefrei miteinander kommunizieren können.
     

Den Digital Natives wird nachgesagt, vielfältig vernetzt und immer online zu sein. Die Generationen Y und Z haben eine sehr viel kürzere Aufmerksamkeitsspanne als die vor 1980 geborenen. Lange Texte werden hier kaum noch gelesen, zumindest existieren zwischen den Generationen X, Y und Z hinsichtlich Leseverhalten und -interesse deutliche Unterschiede. Man ist immer schon beim nächsten Klick und nimmt sich nicht die Zeit, Informationen in ihrer Tiefe aufzunehmen. Dafür sind die Jüngeren wesentlich flexibler in ihrer Informationsaufnahme und leichter in der Lage, schnell unterschiedliche Quellen zu sichten und die dort erfassten Daten zu verarbeiten. Nachrichten aus Sozialen Medien zu gewinnen, ist für die Kinder des Digitalzeitalters so alltäglich wie für frühere Generationen Tageszeitungen und Fernsehnachrichten.

Top-Down-Kommunikation reicht nicht aus

Dass die Digital Natives im Arbeitsleben immer stärker präsent sind, hat natürlich Folgen für die Bedingungen beruflicher Kommunikation - und das vor allem auch für die interne Kommunikation. Der Top-Down-orientierte Informationsstil des vorigen Jahrhunderts kann heute nicht mehr genügen. Langweilige Mitarbeiterzeitungen und komplizierte Direktionsrundschreiben landen immer öfter im Papierkorb, bevor sie gelesen werden. Abhilfe schafft eine neue Generation digitaler Kommunikationsplattformen. Das Intranet wandelt sich vom trockenen Verlautbarungsmedium zur virtuellen Heimat der Unternehmensangehörigen, die von den Beteiligten selbst jeden Tag mit Leben gefüllt wird.

Das Schwarze Brett vor der Kantine hat ausgedient

Schneller, kürzer, besser ist auch ein wichtiger Grundsatz für moderne Intranets. Informationen der Unternehmensleitung müssen schnell und knackig auf den Punkt gebracht werden. Die Darstellung komplexer Inhalte darf maximal den Umfang einer Executive Summary einnehmen. Noch besser ist es, sie gleich in bewegte Bilder zu verpacken. Videos werden im Internet um ein Vielfaches häufiger angeklickt als Textbeiträge. Das sollten sich auch Intranet-Macher vor Augen führen.

Seit ein immer größerer Teil der Mitarbeiter nicht mehr im Firmengebäude präsent ist, hat das Schwarze Brett vor der Kantine endgültig ausgedient. Der Ort für die Platzierung von Informationen und den Austausch unter den Teammitgliedern hat sich in den virtuellen Raum verlagert – und ist in Zeiten mobile Internets zunehmend per App erreichbar. Dabei ist es eminent wichtig, dass sich alle Organisationsmitglieder ohne große Barrieren an der Kommunikation beteiligen können. Das sind die Digital Natives aus den sozialen Medien gewohnt. So wird es auch im firmeninternen Netzwerk erwartet.

Prägnant, kollaborativ, authentisch

Ein sinnvoll strukturiertes Intranet hat vielfältigen Nutzen für eine Organisation: Es ist ein Netzwerk, dass den veränderten Kommunikationsgewohnheiten der Digital Natives Rechnung trägt und Top-Down-Kommunikation mit Peer-to-Peer-Kommunikation verbindet. Ein kollaboratives Intranet muss die grundlegenden Unternehmenswerte authentisch abbilden und gleichzeitig immer wieder erneuert und veränderten Bedingungen angepasst werden. Damit dies funktioniert, sollte fortlaufendes Feedback eingeholt – und vor allem bei der Netzgestaltung auch berücksichtigt werden. Wird das Intranet wirklich von den Mitarbeitern akzeptiert und mit Leben gefüllt, kann es wesentlich zur Mitarbeiterbindung und zum Unternehmenserfolg beitragen. 

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