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Realtime-Marketing: Sofort reagieren

Lars-Thorsten Sudmann
18.03.2020 18:10:09

Realtime Marketing steht für eine Kommunikationsstrategie, die aktuelle Ereignisse und Kundenbedürfnisse in die Marketingansprache einbezieht, und so versucht eine bessere Kundenbindung herzustellen. 

  • Realtime-Marketing-Maßnahmen nutzen aktuelle Ereignisse und Kundenbedürfnisse für eine zeitnahe Kundenansprache.
  • Grundlage für erfolgreiches Realtime Marketing ist eine gute Kampagnenvorbereitung. Online können auch automatisierte Marketingsysteme eingesetzt werden.
  • Im B2B-Bereich ist Realtime Marketing aufwendiger, da Kaufentscheidungen hier oft nicht von einzelnen, sondern von Personengruppen getroffen werden. 

Im Gespräch bleiben und auf Angebote aufmerksam machen

Im Blick zu haben, was potenzielle und vorhandene Kunden gerade jetzt bewegt – das sind zwei wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches Realtime Marketing. Marketing in Echtzeit, das heißt, nicht nur vorbereitete Kampagnen durchzuführen, sondern auch direkt auf Aktuelles zu reagieren. Das kann ein politisches oder sportliches Ereignis sein, oder auch einfach nur das Wetter. So funktionierte Uber seine Taxifahrer kurzerhand zu mobilen Eislieferanten um, als die Temperaturen im vorigen Jahr viele Tage lang Rekordwerte erreichten. Solch eine werbliche Nutzung von Themen aktuellen Interesses lässt sich natürlich wunderbar schnell und kostengünstig über Social Media realisieren. Es gibt aber auch gute Beispiele für Realtime-Werbung in Print-Medien.

Das intelligente Aufgreifen aktueller Themen ist ein gutes Mittel, um auf das eigene Unternehmen und dessen Angebote hinzuweisen. Noch effektiver wirkt Realtime Marketing, wenn dabei zusätzlich die unmittelbaren Kundenbedürfnisse angesprochen werden. Das heißt, die Werbebotschaft ist nicht nur witzig, sondern hat auch noch einen direkten Bezug zu den gerade jetzt bestehenden Kundenwünschen. Wenn es möglich ist, sollten direkt hierzu passende Angebote kreiert werden.

Marketing Automation wirkt unterstützend

Erfolgreich sind Realtime-Marketing-Kampagnen meist nur, wenn sie bereits vor Eintritt des Ereignisses vorbereitet wurden. Muss alles spontan entwickelt und realisiert werden, könnte das zu den entscheidenden Verzögerungen führen, die den Erfolg der Maßnahme gefährden. Hierzu sind hellwache und leistungsfähige Marketing-Teams erforderlich. Oder – wenn es um Online-Marketing geht - eine sinnvolle Automatisierung der Aktivitäten. Besteht die erforderliche Datenbasis über Interaktionen von Kunden und Plattformnutzern, können Marketingmaßnahmen automatisch genau darauf abgestimmt werden – unter Berücksichtigung von Standort, Jahreszeit, Wetter und der Position im Customer Lifecycle. Geschehen die automatisierten Reaktionen auf Nutzeraktionen in Echtzeit, kann man von Realtime Marketing Automation sprechen. 

Im B2B Geschäft ist Realtime Marketing aufwändiger“

Etwas anders als im endkundenorientierten Marketing sieht die Situation im B2B-Marketing aus. Bei Unternehmenskunden lassen sich Vorlieben und Bedürfnisse einzelner Personen nicht so einfach zur Grundlage der Marketinginhalte machen. Kaufentscheidungen in Unternehmen werden nämlich oft mehreren Verantwortlichen getroffen. „Der Kunde“ ist dann vielmehr aus verschiedenen Personen, Instanzen und Interessen zusammengesetzt. Die fortlaufende Ermittlung der Daten, die für ein effektives Realtime-Marketing nötig sind, gestaltet sich dementsprechend wesentlich aufwendiger. Dazu muss im B2B-Kontext auch immer im Blick bleiben, welche Interessen das Kundenunternehmen außerhalb des messbaren Kaufverhaltens verfolgt, in welchen Branchenzusammenhängen und Netzwerken es aktiv ist. Eine Marketing-Automation kann bei der Betreuung von Business-Kunden also nicht allein stehen, sondern muss von kompetenten Kundenbetreuern begleitet werden.

Gutes Instrument zur Kundenbindung

Unabhängig ob es um B2C oder B2B geht, ist Realtime Marketing ein gutes Instrument, die Kundenbindung zu erhöhen. Durch die Vielzahl der Kontakte an verschiedenen Touchpoints bleiben Kunde und Unternehmen immer in enger Beziehung. Das Unternehmen kann nicht in Vergessenheit geraten – sodass es unmittelbar präsent ist, wenn ein entsprechender Kundenbedarf auftritt. Auf der anderen Seite dürfen Art und Anzahl der Kontaktaufnahmen durch das werbende Unternehmen auch nicht zu penetrant gestaltet werden. Denn sonst kann die personalisierte Kampagne auch nach hinten losgehen. Werden automatisierte Systeme eingesetzt, müssen diese in der Lage sein, Desinteresse oder gar abwehrendes Kundenverhalten zu erkennen. Am besten werden die Prozesse von Zeit zu Zeit durch Kundenbetreuer aus Fleisch und Blut überprüft.

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