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Digitaler Wandel - Blog über das Themenfeld Digitalisierung für Unternehmen

Die Digitalisierung zerstört die Märkte – und eröffnet Ihnen neue!

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Die Digitalisierung im Rahmen der “Industrie 4.0” eröffnet nicht nur neue Märkte für Ihre Branche und gezielt auch für Ihr Unternehmen, sie zerstört auch Absatzplätze – nämlich die traditionellen. Die Sektoren, die es nicht schaffen, sich neue digitale Felder für Vertrieb und Marketing zu erschließen, werden im Wettbewerb abgehängt.

Die Konsequenz kann nur lauten: Man muss auf der richtigen Seite stehen, um von der digitalen Veränderung zu profitieren. Wie können Sie das erreichen? Darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Der digitale Strudel

Wie überraschend schnell und absolut eine technische Umwälzung sein kann, zeigt sich am Beispiel der Modebranche, wo Plattformen wie Net-A-Porter im Haute Couture-Bereich oder Zalando im Bereich Ready-to-Wear innerhalb kürzester Zeit den “alten” Markt überrollt haben. Im Reise-Sektor boomen Anbieter wie Airbnb oder Vergleichsplattformen wie Trivago und lassen konventionelle Reisebüros verschwinden.

Sie geraten in den digitalen Strudel. Laut einer Umfrage unter 491 Top-Managern rund um den Globus werden die Branchen in den kommenden Jahren wie folgt davon erfasst:

  1. Technologie
  2. Medien/Unterhaltung
  3. Handel
  4. Finanzen
  5. Telekommunikation
  6. Bildung
  7. Reisen
  8. Konsumgüter/Industrie
  9. Gesundheit
  10. Versorger
  11. Öl und Gas
  12. Pharmaindustrie

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Erstaunlich ist, dass damit gerechnet wird, dass Branchen, die heute schon von der Digitalisierung stark betroffen sind – wie zum Beispiel der Sektor Reisen – erst in der zweiten Hälfte der Liste zu finden sind, während ein sensibler Datenbereich wie Finanzen sehr weit vorn liegt.

Ein weiteres Problem ist aus der Studie erkennbar: Branchen, die die Auswirkungen der Digitalisierung noch nicht so spüren, können sich ein digitales Erdbeben kaum vorstellen – bis es dann passiert. Klar ist damit auch, dass es keine Ausnahmen für die “Industrie 4.0” geben wird, so dass Produktionsunternehmen ihren Vertrieb und das Marketing darauf ausrichten müssen.

Warum verändert die Digitalisierung die “analoge Welt”?

Online ist es möglich, Leistungen und Produkte billiger, schneller und in viel größerer Auswahl zu offerieren. Gründe dafür sind unter anderem, dass man keine oder nur geringe Lagerkapazitäten braucht (Just-in-Time-Produktion nutzt), kein Personal vorgehalten werden muss, die Preise entsprechend flexibel in kürzester Zeit angepasst werden können sowie die Vernetzung von Menschen und Potentialen einfacher ist.

Alle oben aufgeführten Branchen können sich also nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern müssen sich auf Konkurrenten sowohl aus den eigenen Reihen wie auch durch Start-ups gefasst machen. Für diese ist es in der digitalen Welt sehr einfach, sich Marktanteile zu erobern, wenn sie alle Möglichkeiten des Internets geschickt für sich ausnutzen.

Das Unternehmen wird zum digitalen Pionier

Denn noch immer haben viele Unternehmen, die eher im hinteren Bereich des digitalen Strudels positioniert sind, sich nicht dem Thema Digitalisierung zugewandt. Oder sie richten nur einzelne Geschäftsbereiche wie ihre Produktion danach aus, anstatt eine kollaborative Strategie zu implementieren.

Denn Fakt ist, je früher man sich dem Wandel in Vertrieb und Marketing stellt, umso mehr wird man gegenüber dem Wettbewerber davon profitieren. „Verändert sich das Geschäftsmodell infolge der Digitalisierung, muss sich das Unternehmen anpassen oder verschwindet früher oder später vom Markt“, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Das Unternehmen muss folgende Punkte umsetzen, um alle Bereiche auf das digitale Zeitalter einzustellen:

  • Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter
  • Aufgabe alter Arbeitsweisen wie Command and Control oder starren Präsenzzeiten hin zu Teambuilding und dem Führen durch Vernetzung
  • Partnerschaften mit spezialisierten Firmen aus dem IT-Sektor
  • Verwendung von technischen Möglichkeiten wie Cloud Computing, Big Data oder Cognitive Computing
  • Nutzung der digitalen, kollaborativen Anwendungen von der Führungsebene in Vorbildfunktion

Gemeinsam viel stärker: Vertrieb und Marketing

Der Pool der Vertriebsmitarbeiter ist dabei eine Ressource, die es optimal zu nutzen gilt. Denn diese Manager bilden die Speerspitze des Unternehmens, die den Puls des Kunden spüren sollen.

Der Vertrieb muss deshalb mit so vielen Daten wie möglich ausgestattet werden, um das perfekte Kundenverständnis zu gewinnen. Nur wenn er seine Produkte und Dienstleistungen aus Kundensicht betrachtet, kann er den Service bieten, den der Kunde erwartet und mit dem er den Kunden auch an sein Unternehmen bindet.

Zwingend ist er aus diesem Grund auf sein firmeneigenes Marketing angewiesen, welches ihn mit relevanten Informationen versorgt. Die Erkenntnisse des Vertriebs wiederum werden an das Marketing zurückgespiegelt, um stets auf dem neuesten, gleichen Stand zu sein.

Die Veränderung der Märkte durch die Digitalisierung bedeutet eben nicht nur, alle technischen “Spielzeuge” zu benutzen - es bedeutet einen fundamentalen Wechsel in der Ausrichtung des Unternehmens. Begegnet man dieser Herausforderung positiv, stehen dem Unternehmen unzählige Möglichkeiten offen, neue und ertragsreichere Märkte zu erschließen.

Und es heißt auch zu erkennen, dass wir in einer hybriden Gesellschaft leben, die selbstverständlich auch die Wirtschaft einbezieht. Analoge und digitale Kommunikation wird nach Bedarf kombiniert. Service und umfassende Kundenbetreuung sind Voraussetzungen, um am Markt weiter bestehen zu können.

Fazit

Die rasante Digitalisierung erfasst sämtliche Branchen – sie eröffnet unzählige neue Chancen und Märkte. Aber sie zerstört auch traditionelle Absatzfelder. Um nicht vom digitalen Strudel verschluckt zu werden, müssen Sie die technischen Möglichkeiten ergreifen, um als digitaler Pionier voranzugehen und auf der Gewinnerseite der Digitalisierung zu stehen. Basis ist eine komplette, kollaborative Digital-Strategie, die alle Bereiche Ihres Unternehmens vernetzt und von der Führung vorgelebt wird.

Inwieweit hat die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen Einzug gehalten? Gibt es eine umfassende Strategie? Wir freuen uns über Erfahrungsaustausch!

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