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Coworking – Modetrend oder Innovationstreiber?

Lars-Thorsten Sudmann
28.12.2019 18:00:00

Zu Beginn des Jahrtausends war Coworking noch ein Thema für Westküsten-Hipster. Inzwischen hat sich das neue, flexible Büromodell über (fast) die gesamte Welt verbreitet. Ob das wirklich zu mehr Innovationen und Kreativität führt ist aber noch umstritten.

  • Coworking bedeutet flexibles Zusammenarbeiten mit anderen – auch Fremden - in Großraumbüros oder speziell dafür eingerichteten Coworking Spaces.
  • Inzwischen richten auch große Unternehmen Coworking-Flächen ein oder mieten Coworking-Plätze für ihre Mitarbeiter. Das nennt man dann Corporate Coworking oder „Corpoworking“.
  • Je nach Persönlichkeit und Arbeitsplatzanforderung der Beteiligten ist Coworking im Einzelfall eine passende Lösung oder nicht. Ein Modetrend ist es jedenfalls nicht mehr.

Begonnen hat die Coworking-Idee mit der Entstehung von Orten, an denen kreative Wissensarbeiter der Isolation ihres Homeoffice entkommen konnten. Die ersten Coworking-Räume (oder Spaces) waren vor allem von Freelancern bevölkert. Heute mieten auch Unternehmen dort oft Plätze für ihre Mitarbeiter, oder richten gleich selbst Coworking-Flächen in ihren Firmengebäuden ein.

Je nach Ausstattungsgrad verfügen die flexiblen Büroarbeitsplätze zusätzlich über Zugang zu Bürotechnik, Kaffeeküchen mit Getränkeflatrate, Besprechungsräume oder Entspannungszonen. Auch das Ambiente kann sehr stark variieren – von improvisiert über professionell bis zu stylish und luxuriös. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder.

Gerade für Selbständige bieten Coworking Vorteile - aber auch einige Nachteile

Coworking Spaces bieten oft erhebliche Kostenvorteile gegenüber der Anmietung abgeschlossener Büroflächen. Gerade Selbständige kommen kaum günstiger an repräsentativere Räume. Auch ergänzende Services wie Getränkeflats, Meeting-Räume oder Telefondienste haben großen Nutzen. Schneller Kontakt zu anderen ist ein wichtiges Pro-Coworking-Argument für Selbständige und Unternehmen. Durch die Nutzung eines wohnortnahen Coworking-Arbeitsplatzes sparen angestellte Coworker dazu oft lange Pendelzeiten.

Andererseits kann nicht jeder gut in einem unruhigen Großraumbüro arbeiten. Dazu kann es sowohl für Selbständige als auch für Coworking Spaces nutzende Unternehmen problematisch sein, wenn die potenzielle Konkurrenz immer mithören kann. Wenn Platz für mehrere Mitarbeiter benötigt wird, schränkt die große Flexibilität der Büronutzung für Unternehmen darüber hinaus die Planbarkeit ein. Zwei Gründe, die für die Schaffung unternehmenseigener Coworking-Flächen sprechen können.

Ein gutes Mittel gegen Silodenken

Die Vorteile des Coworking überwiegen die Nachteile eindeutig. Daher ist es auch nicht als kurzlebiger Modetrend anzusehen. Für Selbständige und Unternehmen schafft der Kontakt mit Personen außerhalb ihres „üblichen Umfelds“ enorme Chancen, „Out of the box“ zu denken. Auch wenn Coworking-Flächen innerhalb von Unternehmen eingerichtet werden, tragen sie zu abteilungsübergreifenden Kontakten bei – und sind somit ein gutes Mittel gegen unproduktives Silodenken. Somit helfen Coworking Spaces bei der Entwicklung kreativer Ideen und unterstützen innovative Prozesse.

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