Rückblick: Lockdown #1

Lars-Thorsten Sudmann
18.12.2020 08:15:27

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Nachdem es im vorherigen Beitrag um die Einführung in das Thema ging, folgt nun die Analyse des Lockdowns im Frühjahr 2020.

Damals gab es in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern bereits die ersten erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Ziel von Kontaktbeschränkungen, Geschäftsschließungen und Maskenpflicht war es, die Zahl der Neuinfektionen auf einem relativ niedrigen Niveau zu stabilisieren. Auf diese Weise sollte eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert und eine ausreichende Anzahl an Intensivbetten sichergestellt werden. Vor allem die schockierenden Bilder aus Krankenhäusern über der Kapazitätsgrenze im norditalienischen Bergamo sorgten für Erschrecken (siehe Tagesschau). Trotz Beschränkungen in Deutschland gab es bundesweit keine einheitlichen Regeln, was teilweise für große Verunsicherung sorgte.

Auf die Wirtschaft hatten die Einschränkungen dramatische Auswirkungen. Nicht nur brach der Umsatz in vielen Branchen ein, auch kam es zu Entlassungen oder zur großflächigen Umstellung auf Kurzarbeit. Gleichzeitig wurden viele Büroangestellte ins Home Office geschickt, wofür es damals, vor allem in weniger digitalisierten Firmen, an der nötigen Infrastruktur fehlte. Zusätzlich belastet wurden viele Eltern durch geschlossene Schulen und Einrichtungen zur Kinderbetreuung.

Insbesondere der Einzelhandel und die Gastronomie hatten aufgrund von Schließungen mit massiven Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Gerade im Fall kleinerer Betriebe konnten die Einbußen nur selten durch digitale Angebote wie Online-Shops oder durch das Angebot von Abholungen auch nur teilweise wettgemacht werden. Lieferservices garantierten einigen Restaurants allerdings trotz allem zumindest ein reduziertes Einkommen. Die Reisebranche jedoch konnte entgangene und stornierte Buchungen kaum durch alternative Angebote kompensieren. Neben der Hotelbranche traf es vor allem die Airlines schwer. Sie hatten mit einem Rückgang des Flugverkehrs um bis zu 90% zu kämpfen, wovon sie sich bis zum Ende des Jahres nicht erholt hat.

Die Menschen reagierten teilweise sehr verunsichert auf die angekündigten Einschränkungen, wodurch es vielerorts zu Hamsterkäufen kam. Alltägliche Güter wie Toilettenpapier und Nudeln waren oftmals ausverkauft, während Masken aufgrund geringer Vorräte und  Produktionskapazitäten ebenfalls schnell vergriffen waren. Auch die Lieferketten vieler Unternehmen wurden durch Einschränkungen im Ausland massiv gestört. So gestaltete sich etwa der Bezug von Waren aus China und dem EU-Ausland als schwierig.

Abgesehen von Hamsterkäufen stellten viele Leute ihr Konsumverhalten auch insofern um, dass sie gezwungenermaßen verstärkt auf Online-Shopping umstiegen.

Was wird der erneute Lockdown im Dezember 2020 mit sich bringen? Hier geht es zum entsprechenden Beitrag:

Aktuell: Lockdown #2

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